FAQ

Unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind, wird der erste Beratungstermin bis zum Alter von 18 Jahren von der Krankenkasse übernommen.
Nur wenn Sie möchten, dass nach der eingehenden Untersuchung sofort mit den diagnostischen Unterlagen begonnen werden soll, entstehen Kosten, die dann je nach Versicherungsvertrag von Ihrer Krankenkasse übernommen werden oder nicht.

Eine Behandlung mit Invisalign® gehört nicht zum Leistungsumpfang der gesetzlichen Krankenkasse.

In einer unverbindlichen Beratung in der Praxis verschaffen wir uns erst mal einen Überblick über Ihre Zähne oder die Ihres Kindes. Sollte eine kieferorthopädische Behandlung notwendig sein, erfahren Sie schon hier, welche Maßnahmen wir vorschlagen und auf welchen Behandlungszeitraum Sie sich einstellen können. Zusätzlich treffen wir eine erste Aussage, ob die Maßnahmen in das Leistungssprektrum Ihrer Krankenkasse fallen. Bitte bringen Sie bereits vorliegende Röntgenbilder oder Kiefermodelle zum Beratungsgespräch mit.  
 
Planung und Einstufung
Für Versicherte gesetzlicher Kassen ist seit dem 01.01.2002 eine Einstufung in die "Kieferorthopädischen Indikationsgruppen" (KIG) vorgeschrieben. Von der Krankenkasse gibt es Zuschüsse für die Schweregrade 3, 4 und 5.

Was ist der KIG?
Der Behandlungsbedarf wurde im neuen KIG-System durch bestimmte Buchstaben und Zahlen fachlich gekennzeichnet. Die für Ihr Kind zutreffende Zahnfehlstellung bzw. Kieferanomalie, deren Behandlungskosten von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr übernommen werden können, sind für Sie auf folgender Seite erläutert.

Profil- und En-face Fotografien, Fotos der Zähne, Abformungen vom Ober- und Unterkiefer und Herstellung von Gipsmodellen zur metrischen Analyse, Übersichts-Röntgenaufnahmen und Fernröntgenseitenaufnahme.
In unserer Praxis werden sämtliche Röntgenbilder durch modernste digitale Technik mit minimaler Strahlenbelastung angefertigt. So ausführlich wie möglich beraten wir über Behandlungsmöglichkeiten, Kostenübernahme durch Krankenkassen, Beginn und Dauer der Therapie, über die notwendige Mitarbeit und Mundhygiene sowie weitere Fragen, die Sie interessieren.

Das Ergebnis der intensiven und umfangreichen Diagnose ist der individuelle Behandlungsplan. Dieser legt die jetzt folgenden einzelnen Schritte der Behandlung fest.

Wie geht es weiter?

Sollte eine Behandlung sinnvoll und von Ihnen erwünscht sein, vereinbaren wir einen Termin zur Diagnostik. Hier nehmen wir Abdrücke des Kiefers, fertigen Röntgenbilder und Fotografien von Gesicht und Zähnen an. Aus den Befunden entwickeln wir dann einen persönlichen Therapieplan, den wir mit Ihnen in einem weiteren Termin besprechen.

Was ist ein Therapieplan?
Nach der Diagnostik erhalten Sie einen neuen Termin, in dem wir Ihnen genau den Behandlungsplan erklären und alle offenen Fragen von Ihnen besprechen. Dazu gehören u.a. die Informationen, ob und welche Kosten auf Sie zukommen und mit welchen Risiken und Nebenwirkungen zu rechnen sind. Stimmen Sie dem Vorgehen zu, schicken wir den erstellten Behandlungsplan zu Ihrer Krankenkasse. Die Genehmigung dauert in der Regel ca. 2-4 Wochen. In Ausnahmefällen kann ein Gutachter von der Krankenkasse bestimmt werden.

Bei einer herausnehmbaren Zahnspange beginnt die Behandlung erneut mit Abdrücken der Zähne zur Herstellung der Zahnspange. Dies ist auch der Fall, wenn Sie sich für eine spezielle Technik wie Invisalign oder Lingualtechnik entschieden haben.

Ist eine festsitzende Apparatur geplant, vereinbaren wir zwei Termine – einen kurzen zur Vorbereitung und einen längeren zum Einsetzen der festen Zahnspange. Der längere Termin findet in der Regel am Vormittag statt.

In welchem Alter sollte mein Kind zum ersten mal zum Kieferorthopäden?
Es empfiehlt sich die Gebißentwicklung bereits im Alter von 4 - 7 Jahren zum ersten mal von einem Spezialisten kontrollieren zu lassen, da bestimmte Anomalien bereits in diesem Alter korrigiert werden sollten.

Mit modernen Techniken und Materialien gibt es heutzutage keine Altersgrenze mehr. Durch eine Behandlung mit Schienen (Invisalign) ist die optische Beeinträchtigung auch sehr viel geringer als früher.

Eine erfolgreich abgeschlossene kieferorthopädische Behandlung bedeutet für einen Patienten oft einen neuen, positiveren Lebensabschnitt.
Allerdings ist das erreichte Behandlungsergebnis nicht immer ein Zustand, der auf Dauer bleibt. In der Kieferorthopädie werden die Behandlungsphase und die Retentionsphase (Stabillisierungszeit) unterschieden. Besonders wichtig ist nach der Behandlung, dass das Behandlungsergebnis in der Retentionsphase beibehalten bleibt und die Zähne sich nicht wieder in ihre ursprüngliche Position zurückbewegen. Insbesondere nach Entfernen fester Apparaturen ist es daher erforderlich, mit Retentionsplatten bzw. herausnehmbaren Spangen diesen Zustand temporär zu stabilisieren und somit auf Dauer beizubehalten.

Alle 4-8 Wochen werfen wir einen Blick auf Ihre Zahnspange und auf Ihre Zähne, um den Fortschritt der Behandlung und die Funktion der Apparatur zu kontrollieren. Außerdem ist es von Zeit zu Zeit notwendig, Teile der Apparaturen zu justieren oder auszutauschen. Außerdem empfehlen wir zur Unterstützung der häuslichen Zahnpflege während der gesamten kieferorthopädischen Behandlung mindestens 2x eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.

Neben der persönlichen Zahnpflege ist auch eine Reinigung der Zähne in einer zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Praxis in regelmäßigen Abständen empfehlenswert.
Bei einer professionellen Zahnreinigung (PZR) werden Zahnbeläge entfernt, die durch die eigene, tägliche Zahnpflege nicht entfernt werden können. Mit Hilfe von Ultraschall- oder Pulverstrahlgeräten werden auch Beläge unterhalb des Zahnfleischrandes entfernt, was zu einem Rückgang von pathologischen Keimen führt. Darüberhinaus werden die Zähne poliert und Zahnstein entfernt.
Bei Zahnspangenträgern ist eine optimale Mundhygiene besonders wichtig, um Zähne und den Zahnhalteapparat nicht dauerhaft zu schädigen. Vor allem bei festsitzenden Zahnspangen werden viele Stellen des Gebisses mit der Zahnbürste nicht richtig erreicht und somit nicht ausreichend gereinigt. Abhilfe schaffen neben einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung und guter Mundhygiene auch Bracketumfeldversiegelungen. Mit einem durchsichtigen Versiegelungslack wird hierbei der problematische Bereich um die Brackets herum versiegelt. Dies sorgt für eine reduzierte Plaqueanheftung, die langfristig die Entstehung von Karies fördern würde.

Es besteht starke Rückfallgefahr des erreichten Behandlungsergebnisses. Bitte vereinbaren Sie sofort einen Termin beim Kieferorthopäden.

Sollte die herausnehmbare Zahnspange oder ein Draht der Zahnspange zerbrochen sein, bitte einen Termin beim Kieferorthopäden vereinbaren. Eine beschädigte lose Spange kann in vielen Fällen vom Kieferorthopäden repariert werden. Eine scharfe Kante am Kunststoff kann vorübergehend mit Hilfe einer Nagelfeile selbst geglättet werden.

Sollte das Gerät am Zahnfleisch drücken oder stören, dann vereinbaren Sie bitte einen Termin beim Kieferorthopäden.

Hat sich das Bracket oder Band (Metallring) vom Zahn gelöst und hängt aber noch am Bogen, so belassen Sie alles wie es ist. Hat sich das Band (Metallring) vom Zahn gelöst, versuchen Sie den Zahn mit der Zahnbürste zu reinigen und das Band wieder auf den Zahn zurückzuschieben. Hat sich ein Bracket oder Band ganz gelöst und keine Verbindung mehr zu einem Bogen, so versuchen Sie das Teil vorsichtig zu entfernen. Bewahren Sie es bitte auf und bringen Sie es zum nächsten Termin mit.

Versuchen Sie den Bogen mit einer Pinzette wieder in das Bracket oder Band einzusetzen. Sollte dies nicht möglich sein, kürzen Sie ggf. den Bogen mit einer Zange hinter dem letzten Bracket. Bei Bedarf mit etwas Wachs das Bogenende verkleben.

Versuchen Sie vorsichtig das Bogenende mit einem Löffelstiel oder einem Radiergummi eines Bleistiftendes umzubiegen bzw. anzudrücken. Sollte dies nicht möglich sein, kleben Sie etwas Schutz-Wachs – welches Sie vom Kieferorthopäden erhalten haben – auf das Bogenende. Steht Ihnen Wachs nicht mehr zur Verfügung, können Sie auch zuckerfreies Kaugummi zum Abdecken benutzen.

Hat sich ein Band gelöst, versuchen Sie das Band wieder auf den Zahn zurückzuschieben. Die Apparatur dürfte dann nicht mehr stören.

Teilen Sie es dem Kieferorthopäden beim nächsten Termin mit.

Wurde die Apparatur oder ein Multibandbogen neu eingesetzt, können vorübergehend Schmerzen auftreten. Nehmen Sie evtl. eine Schmerztablette.

Zahnfleischentzündungen sind in der Regel auf mangelhafte Mund- und Zahnpflege zurückzuführen. Pflegen Sie die Zähne einschließlich Zahnfleisch nach jedem Essen.

Besorgen Sie sich in der Apotheke ein Mundgel wie z.B. Solcoseryl oder Dynexan-A oder spülen Sie den Mund mit z.B. Kamillosan.

Schiefe engstehende Zähne sind schlecht zu reinigen, da in den entstehenden Nischen der Zahnbelag (Plaque) schwer zu entfernen ist. Bakterien in der Plaque können leichter den Zahnschmelz (Karies) sowie den Zahnhalteapparat (Gingivitis, Parodontose) schädigen. Während der Kieferentwicklung können Zahn- und Kieferfehlstellungen zu Beeinträchtigungen der Kaufunktion und somit auch der Verdauung führen. Nicht zuletzt tragen gerade Zähne und ein schönes Gesichtsprofil entscheidend zum eigenen Wohlbefinden bei.

Nach § Abs.1 des Sozialgesetzbuches V haben Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen einen Leistungsanspruch, wenn eine Kiefer- oder Zahnfehlstellung vorliegt, die das Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt. Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten... Zahnstellungs- oder Kieferanomalien "heilen nicht von alleine" aus. Deshalb raten wir Ihnen die Behandlung Ihres Kinde privat durchführen zu lassen. Unsere Abrechnung erfolgt im gesetzlich vorgegebenen Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Die Zahlungsweise wird mit Ihnen in einem sozial verträglichen Rahmen vereinbart.